pHOTOS Jasmin
 

 
 

 



 





    Es gibt Menschen, die mit Freude geben



 
und diese Freude ist ihr Lohn.

 

Sie geben, wie im Tal dort drüben
 
die Myrte ihren Duft verströmt.
 
 
                                                                                                                                                                                                                          pHOTOS  Jasmin
   

                                                                                                                                                                                                                                    

Durch die Hände solcher Menschen spricht Gott


zu uns

 

 
 
und durch ihre Augen lächelt er auf die Welt.

 

                         Khalil Gibran
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

      Die
              Kochmamsell
 
 
 
In
der Küche
 
Es fällt in Deine Küche
Ein wandernder Sonnenstrahl;
Ich sitze still am Tische,
Und Du bereitest das Mahl.

Hochglühen Deine Wangen,
Tust alles mit Lust  für mich,
- Deine Schürze ist aufgegangen,
Wer denkt wohl jetzt an Dich? -
 
 

 
 

 
Fühlst mich gegenwärtig!
Und bist so hold verwirrt;
Du eilst. - Schon bist Du fertig,
Und Glass und Teller klirrt.

Ans Fenster die Vögel  fliegen,
Unsre Stühle so dicht,
Das Glück  in Deinen Zügen,
Einfach das Gericht.
 
 
 
                                                                                                                                                            

Und wir von Gold umsponnen,
Und unsre Herzen so weit –
Und sich so einig gesonnen –
Das nennen sie"arme Leut'".

                Leo Sternberg 1876 -1937
 
 
 

 










  Blauer Mohn



 
 


 
 
 
 
                                                                                                                            pHOTOS  Jasmin
 
 
 
Es ist eine Verwandtschaft zwischen den glücklichen Gedanken

und den Gaben des Augenblicks:

Beide fallen vom Himmel.
 

            Friedrich von Schiller

 
 

 









 
 
 
 
Gut backen im eigenen Herd!

Schlesischer Mohnstriezel
Schriftenreihe für das praktische Hausmütterchen
Praktische Winke

Bewährte Rezepte für Hefe-und Backpulverkuchen, Schmalzgebäck,
 Kleingebäck, Mürb-und Quarkgebäck, Strudel,
Schmalzgebäck, u. dgl. sowie ostmärkische Spezialitäten

 
 
Leipzig: [1936], Beyer-Verlag, 1936
Preis 20 Pf.
 
 
            Zutaten zum Teig: 500 g Mehl, etwa 1/8 l Milch,
            100 g Butter, 100 g Zucker, 30 g Hefe,
            1 -2 Eier, 1 Prise Salz.
            Zutaten zur Füllung: 25 g Butter, 250 g Mohn
            Blau oder weiß, 125 g Zucker, 2 Eier,
            1/8 Pfd. Sultaninen, 1/8 Pfd. Korinthen, etwas Zimt, Zitronensaft.
 
 

 

Zubereitung des Teiges wie beim Apfelkuchen

 Während der Teig geht, brüht man den Mohn mit kochenden Wasser
 und läßt ihn abtropfen. Man reibt ihn am Besten in einer mit Rillen versehenen Reibeschüssel, bis der milchige Mohnsaft heraustritt.
Dann erst werden Zucker, Eier, etwas Zimt und Zitronensaft hinzugefügt und alles unter ständigen Rühren zu dicken Brei gebunden.
Man gibt zuletzt die Rosinen und Korinthen dazu und es kann auch mit etwas Rum abgeschmeckt werden.




Die Mohnfülle wird auf den leicht ausgerollten Teig gestrichen,
das Ganze in Form einer Stolle zusammengerollt und im Ofen durchgebacken.
Man kann eine Zuckerglasur über den fertigen Kuchen geben oder ihn mit
Puderzucker bestreuen.
 


 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Über Wiesen und Felder.
 


Mohnblumen

Mohnblume, sanft und schön,
strahlend rot wiegst Du dich im Wind.
Mohnblume, zart und weich,
keine andere kommt Dir gleich.
Mohnblume, in grün und rot,
Gedenkblume für den kriegerischen Tod
Mohnblume, auf Wiese und Feld,
Gedanken an meine Kinderwelt.
Mohnblume, sanft und schön,
jeden Sommer möchte ich Dich wieder seh'n.

                 ©Luna
 

 
 
 
Mohnblumen sanft und schön.
 




 



 
 
                                       im Herzen.
 
kein Mensch ist im Herzen ohne Mitleid,
          kein Mensch ist im Herzen ohne Scham,



kein Mensch ist im Herzen ohne Bescheidenheit,
        kein Mensch ist im Herzen ohne Rechtsgefühl.
 



Das Mitleid ist der Anfang der Liebe,



 die Bescheidenheit ist der Anfang der Sittlichkeit,

 
die Scham ist der Anfang der Pflicht,
 
  
 


das Recht ist der Anfang der Weisheit.


                            Mong Dsi   372 - 289  v. Chr.- konfuzianischer Philosoph





 



 

               Tief in uns wohnt eine Seele
 
 
 
 
Tief in uns wohnt eine Seele
 
Noch niemand hat sie gesehen, aber jeder weiß, daß es sie  gibt.
Und jeder weiß auch, was in ihr ist.
 
In der Seele, in ihrer Mitte, steht ein Vogel auf einem Bein.
Der Seelenvogel

 
Und er fühlt alles was wir fühlen. Wenn uns jemand verletzt,
tobt der Seelenvogel in uns herum; hin und her, nach allen Seiten,
und alles tut ihm weh.
Wenn uns jemand lieb hat, macht der Seelenvogel fröhliche Sprünge,
kleine, lustige, vorwärts und rückwärts, hin und her.
Wenn jemand unseren Namen ruft, horcht der Seelenvogel auf die
Stimme, weil er wissen will, ob sie lieb oder böse klingt.
Wenn jemand böse auf uns ist, macht sich der Seelenvogel
ganz klein und ist still und traurig.
Und wenn uns jemand in den Arm nimmt, wird der Seelenvogel in uns größer
und größer, bis er uns fast ganz ausgefüllt, so gut geht es ihm dann.
Ganz tief in uns ist die Seele. Noch niemand hat sie gesehen,
aber jeder weiß, daß es sie gibt. Und noch nie,
noch kein einziges Mal, wurde ein Mensch ohne Seele geboren.
Denn die Seele schlüpft in uns, wenn wir geboren werden,
und sie verläßt uns nie, keine Sekunde solange wir leben.
So wie wir auch nicht aufhören zu atmen, von unserer Geburt
bis zu unserem Tod.
Sicher willst du wissen, woraus der Seelenvogel besteht.
Das ist ganz einfach.... er besteht aus Schubladen.
Diese Schubladen können wir nicht einfach aufmachen,
denn jede einzelne ist abgeschlossen und hat ihren eigenen Schlüssel.
Und der Seelenvogel ist der einzige, der die Schubladen öffnen kann.
Wie?
auch das ist ganz einfach; mit seinem Fuß.
Der Seelenvogel steht auf einem Bein. das zweite hat er,
wenn er ruhig ist, an den Bauch gezogen.
Mit dem Fuß dreht er den Schlüssel zu der Schublade um,
die er öffnen will, zieht am Griff, und alles was drin ist,
kommt zum Vorschein.
Und wie alles was wir fühlen, eine Schublade hat,
hat der Seelenvogel viele Schubladen.
Es gibt eine Schublade für Eifersucht und eine für Hoffnung.
Es gibt eine Schublade für Enttäuschung und eine für Verzweiflung.
Es gibt eine Schublade für Geduld und eine für Ungeduld.
Auch für Hass und Wut und Versöhnung.
Und eine Schublade für Faulheit und Leere.
Es gibt auch noch andere Schubladen. du kannst selbst wählen,
was drin sein soll.
Manchmal sind wir eifersüchtig, ohne daß wir es wollen,
und manchmal machen wir etwas kaputt,
wenn wir eigentlich helfen wollen.
Der Seelenvogel gehorcht uns immer und bringt uns manchmal
auch in Schwierigkeiten.
Man kann schon verstehen, daß die Menschen verschieden sind,
weil sie verschiedene Seelenvögel haben.
Es gibt Vögel, die jeden Morgen die Schublade "Freude" aufmachen.
Dann sind die Menschen froh. Wenn der Vogel die Schublade
"Wut" aufmacht, ist der Mensch wütend.
Und wenn der Vogel die Schublade nicht mehr zuschließt,
hört der Mensch nicht auf wütend zu sein.
Manchmal geht es dem Seelenvogel nicht gut,
dann macht er böse Schubladen auf. Geht es dem Vogel gut,
macht er Schubladen auf, die uns gut tun.
Manche Menschen hören den Seelenvogel oft,
manche hören ihn selten. Und manche hören ihn nur einmal im Leben.
Deshalb ist es gut, wenn wir auf den Seelenvogel horchen, der tief,
tief in uns ist. Vielleicht spät abends,
wenn alles still ist!
 
                                    Khalil Gibran



 


        Es, wächst in der Stille



Das Gute in der Welt ist wie ein kleiner Same im Herzen des Menschen.


                                                                                                                                                                                                                              pHOTOS Jasmin

Es wächst in der Stille.


 
 
Es kommt nicht mit Gewalt.
 
 



 
Es wird langsam reif, wenn es ein bisschen
Wärme von den Mitmenschen bekommt.
Es ist viel guter Same da,

aber in der kalten Welt
kann er nicht wachsen und blühen und Frucht bringen.

                   
Phil Bosmans




 







    Das Rosenkind


 


Ein altes Märchen, gebundene Ausgabe  Hannelore Dittrich



 
 





 

 
 
                                                                                                                                       F. / Photos  Jasmin


Das Rosenkind