Mein Kind, wir waren Kinder

 



 





 
Mein Kind, wir waren Kinder
Heinrich Heine geschrieben 1823 an seine Schwester Charlotte




 
Mein Kind, wir waren Kinder,
Zwei Kinder, klein und froh;
Wir krochen ins Hühnerhäuschen,
Versteckten uns unter das Stroh.
 
Wir krähten wie die Hähne,
Und kamen Leute vorbei -
Kikereküh! sie glaubten,
Es wäre Hahnengeschrei.

 
 

  
 
Die Kisten auf unserem Hofe
Die tapezierten wir aus,
Und wohnten drin beisammen,
Und machten ein vornehmes Haus.
 
Des Nachbars alte Katze
Kam öfters zum Besuch;
Wir machten ihr Bückling und Knickse
Und Komplimente genug.
 

 

 
 
 
Wir haben nach ihrem Befinden
Besorglich und freundlich gefragt;
Wir haben seitdem dasselbe
Mancher alten Katze gesagt.
 
Wir saßen auch oft und sprachen
Vernünftig, wie alte Leut,
Und klagten, wie alles besser
gewesen zu unserer Zeit.
 
 
 
 
 







 

Der belgische Botaniker Charles de Ligne (1735–1814) meinte,
 
die Gartenlust

sei die einzige Leidenschaft, die im Alter zunehme.



 

    Der stille Garten
        

    Wie gefangen liegt die Sonne

    Hier in meinem kleinen Garten
    ,

     


Wo zu immer neuer Wonne

Tausend Wunder auf mich warten.
    
 
 
 
Fühle von der Welt da draußen

Nichts mehr hinter seiner Türe,
 
 
 
                                                                                                                              
 
Lass die Stürme all' herbrausen;

Keiner, der ans Herz mir rühre.
 
 
 
                                                                                                                                    PHOTOS Jasmin
 
 


Und so darf ich in die Ferne

Lauter goldene Wege gehen.



               Karl Ernst Knodt(1856-1917)












                          Die Sonne in einem Tautropfen

 
 



 
                                                                                                                                      PHOTOS Jasmin
 
 
 
Das
 Bild
 der
Sonne
in
einem
Tautropfen






 









Logik


Es galt mit Logik alle Dinge zu ergründen,
wonach die Seele suchend aufbegehrt,

mit menschlichem Verstand zu finden,
was uns’ren Blicken schleierhaft verwehrt.
 




 

Es streiten wieder sich die Fakultäten
und werden niemals Frieden geben,

wenn Wissenschaft und Universitäten
erforschen unser menschlich’ Leben.



 


 
 
So unbegreiflich wie die Ewigkeit des Seins,
die keinen Anfang und kein Ende kennt,

verbirgt die trügerische Welt des Scheins,
die wahre Sicht der Dinge ungehemmt.
 

 



                                                                          PHOTOS  Jasmin



Des Lebens Kern verdecken Macht und Gier,
ethisch vollkommen, göttlich war der Sinn;

wenn nicht Moral und Tugend sind der Menschen Zier,
schwindet Respekt vor aller Schöpfung ganz dahin.


                     Gisela Seidel






 


 
 
  
 
 

 
 
 
 
 



 
 
 
 











 

 
 
 
 

 
 
 

 
 
                           Oft nur ..........
 
 
 


Oft nur ein kleines Lächeln
oder ein liebes Wort,
bringt Freude deinem Nächsten,
treibt seine Sorgen fort!

 

 
Oft nur ein nettes Grüßen
und reichen deiner Hand,
kann sein wie eine Brücke,
die einen Menschen fand!

 
 
 
Oft nur ein wenig schenken,
von deiner kostbar Zeit,
macht Menschen eine Freude,
vertreibt die Einsamkeit!

 
 

Es kostet nichts zu lächeln,
zu geben Zeit und Hand,
doch jeder wird es danken,
der diese Gaben fand!
 
    © Diana Denk
 
 
                                                                                                                                                PHOTOS Jasmin
 
 
                                      Oft nur ...... ....
 
 
 
 
 












                                                                                                                                                                                                             
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
                                                                                                                                                                                                             PHOTOS Jasmin
 
 
 
 
 
 
 
Die Menge ist groß, aber der Menschen sind wenige.
                                        Diogenes von Sinope  (um 400 - 323 v. Chr.)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


 



 
 

 
 

Der Frühling
 
 
Du lächelst, holder Frühling, wieder

Sanft auf die ganze Menschheit nieder,

Und neu belebst du die Natur;

Denn nur erwärmt von deiner Sonne

Genießt der Mensch mit Himmelswonne

Des Schöpfers offene, freie Flur.

 
         Luise Egloff 1804 -1835