Eisblumen blühen heute nicht mehr so oft. In diesem Winter gab es
 sehr kalte Tage,  über die Fenstern  zogen wunderschöne Kostbarkeiten,
Eiskristalle aus Blumen und Gräsern.  
Und irgendwie fühlte ich mich an meine Kindheit erinnert.

 
 
 
 
In unserer Kindheit war es ganz normal, dass der Frost die Fenster
 mit schönen Eisblumen verzierte. Sie gehörten zur Kindheit und Winter dazu.
 
 

 
 
 
 Ein kleiner Hauch an der  Fensterscheibe und die kleinen Wasser Tröpfchen
 flossen über die Wange der Scheibe nach unten.



 
 

Ein Leben aus Eis geboren, die Eisblumen mit ihrem filigranen Aussehen,
 den kleinen Blättern und Farnen, den Blumen und Sternen.
 
 
 
 







 
                                  Wie zu Großmutters Zeiten






Was früher einmal gut war, kann heute nicht schlecht sein,
   der Muff für warme Kinderhände an kalten Wintertagen.


 
 
 

 
 


 
 
 
 
Ein kuschelig-weicher Muff für kleine Kinderhände.
Innen weich und warm gefüttert.
Eine Schnur zum Umhängen und zwei süße kleine Pummeln genäht.
 
 
 
 


 

Die große Mode war zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Heute wird der Muff weniger getragen,
aber für die Kinder ist es ein großer Schatz geblieben.
Die kleinen Hände stecken warm und gemütlich beieinander.
Was früher warm gehalten hat schützt auch heute noch vor der Kälte an manchen Wintertagen.
 
 
 








 
 
 
 
 
 
 
 
Winterkind
 
 

Du bist ganz nah und doch so fern,
 

so kalt die Nacht, so weiß der Schnee.
 

Gedanken am Fenster mit fallenden Träumen,
 
 
Kristalle, die wie Blumen blühen.
 
 


Wie viel der Sterne am Himmel oben,
 
 
wie viele Blumen ans Fenster gemalt.
 
 
Wie viel der Kinder müssen sich wärmen,

 
 die kalten Hände bei der Nacht,


und jeden Morgen auf dieser Welt.

 
                        a.l. Bl.

 
 
 












 
                                                        Die Winterzeit
 
 Die Zeit des Winters  ist verbunden mit winterlicher Gemütlichkeit.
 Ein  Blick aus dem Fenster zurück in unsere Kindheit, wo es noch lange Winter mit viel Schnee,
Schlitten und Schneemann bauen  gab.
 Am warmen Ofen die Bank, am Fenster blühen Eisblumen.
 
Wenn Frau Holle aus dem Märchen, die Betten kräftig ausschüttelt
und die kleinen weißen Flocken vom Himmel fallen, dann beginnt für den Schneemann
 eine ganz besondere Zeit.
Der gute alte Schneemann ist mit seinem rundlichen Aussehen,
 mit Hut und Möhren-Nase,
und seinen schwarzen Kuller-Augen aus Kohle, ein wahres Wintervergnügen.




 
Im Winter wenn es stürmt und schneit 
 
Das war nicht immer so

Denn früher vor vielen, vielen hundert Jahren, wurden die Menschen
von Angst und Not, von bitter und kalten Wintertagen begleitet.
Sie wussten nie, ob die Vorräte über diese karge Zeit reichen würden. Die eiskalten Tage und Nächte
 waren besonders für die Kinder schwer.
 Deshalb war der  Schneemann früher  ein Schneewesen, er wurde vollkommen
aus Schnee gebaut, die Nase, die Augen und der Hut.
 Und solche Schneewesen, wie sie damals von den Erwachsenen gebaut wurden,
 waren keine fröhlichen Erscheinungen.



„Im Winter“ in einem Kinderbuch von 1867


Erst Anfang des 19. Jahrhunderts, es begann wachsender Wohlstand,
 bessere Wohnverhältnisse,  langsam verliert der Winter an seinem Schrecken.
 Die Kinder spielen in der Natur und der Schneemann wird aus großen Schneekugeln  zu einem lustigen Gesellen gebaut.
 In den Kinderbüchern gibt es illustrierte fröhliche Schlittenfahrten. Der Schneemann
 hat nun seinen festen Platz in den Herzen der Kinder gefunden.


 


 
 Geduldig und still steht der Schneemann in seinem  Garten des Winters. Ein kleines Leben
in der winterlichen Jahreszeit. Seine besten Freunde sind die Schneeflocken.




 


 
 
 
 
 
 
 
 

 
 

 

Kindheit

Es wäre gut viel nachzudenken, um
von so Verlorenem etwas auszusagen,
von jenen langen Kindheit-Nachmittagen,
die so nie wiederkamen - und warum?


Noch mahnt es uns - vielleicht in einem Regnen,
aber wir wissen nicht mehr was das soll:
nie wieder war das Leben von Begegnen,
von Wiedersehn und Weitergehen so voll



 



wie damals, da uns nichts geschah als nur
was einem Ding geschieht und einem Tiere:
da lebten wir, wie Menschliches, das Ihre
und wurden bis zum Rande voll Figur.





 

Und wurden so vereinsamt wie ein Hirt
und so mit großen Fernen überladen
und wie von weit berufen und berührt
und langsam wie ein langer neuer Faden
in jene Bilder-Folgen eingeführt,
in welchen nun zu dauern uns verwirrt

 

           Rainer Maria Rilke


 



 



                              Stille  Nacht,  Heilige Nacht
 
 

  

 
 
   
  
 
  
Stille Nacht;  Heilige Nacht

 Schlaf in himmlischer Ruh
 
 
 
 
 
 






             Am Himmel ganz weit oben





 
Der  Engel 
 
Am Himmel ganz weit oben,
dort wo noch Frieden ist.
Wo Sterne und der Mond,
im Licht der Nacht sich küsst.
 
 
Aus Wolkenfenstern blicken,
die Engel mit Flügeln weit.
Um den Kindern auf Erden zu geben,
eine himmlische Weihnachtszeit.

 
 



Weit weg von allen Stürmen,
in Ruhe und Stille der Nacht.
Um zu lauschen den zarten Klängen,
den Stimmen der Engel wacht.

 




Es schließen die Himmels Tore,
im Reich der Nacht wird es still.
Die Engel kehren heimwärts,
begleitet von Sternen und Licht.



                                                                                                                                                PHOTOS  Jasmin

 
 
Auf der Erde die Kinder schlafen,
sie schlafen in himmlischer Ruh.
Sie träumen in den Morgen,
 auf Flügeln der  Engel bei  Nacht.
 
 
 



 
Sie träumen auch noch weiter,
von Weihnacht, dem Christkind im Stall.
Vom goldenen Stern am Himmel,
der leuchtet den Menschen All.
 
 
                          a.l. BL.




 




 

Legende vom Strohstern
eine Legende erzählt
 

Als die Hirten auf den Feldern Bethlehems von der Geburt des Kindes gehört hatten, machten sie sich gleich auf den Weg, um es zu sehen.
Auf dem Heimweg überlegten sie, was sie dem Kind bei ihrem nächsten Besuch schenken wollten:
frische Schafsmilch, Mehl, Fett und ein warmes Fell.

 
 
 


Nathaniel, der kleinste Hirtenjunge, hatte nichts zum Verschenken.

 
Das machte ihn traurig. Als er auf seinem Strohbündel lag, konnte er lange nicht einschlafen. Immer musste er an das Kind im Stall denken. Von draußen leuchtete hell der Weihnachtsstern auf sein Lager und tauchte die einzelnen Strohhalme
in sein warmes Licht.









 Da wusste Nathaniel plötzlich, was er dem Kind schenken konnte:
einen Stern aus Stroh!
 
 



Leise, um die anderen nicht zu wecken, stand er auf. Mit einem Messer schnitt er ein paar Halme zurecht und legte sie zu einem Stern zusammen. Mit einem Wollfaden band er die Halme zusammen.

Am nächsten Tag, als die Hirten gemeinsam aufbrachen, trug Nathaniel den kleinen Stern aus Stroh vorsichtig in seinen Händen.




 
 
 
 Er wartete, bis die anderen ihre Geschenke dem Kind in die Krippe gelegt hatten.
 Dann trat er zu dem Kind
 und hielt ihm mit zitternden Händen seinen Strohstern hin.
Das Kind hielt den Stern fest und lächelte ihn an.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
 
"Der kleine Stern"
ist ein Bilderbuch von Masahiro Kasuya.

"Die Sterne strahlen hell und singen vom im Stall geborenen
Christuskind in Bethlehem. Doch ist es wie so oft,
 die großen und lauten werden gehört, auf den kleinen Stern achtet niemand.
Schaf, Hahn, und Esel wandern den großen Sternen nach,
 der kleine Stern kommt noch nicht einmal hinterher.
 Und er wird traurig, denn auch er möchte den Weg zum Christuskind weisen.
Als kleiner Stern nimmt er glücklicherweise auch die kleinen und leisen Stimmen wahr.
 Und so hört er die kleine Blume, die ihn bittet ihren Duft und ihr Leuchten
mit zum Christuskind zu nehmen.
Mit einem Mal hat der kleine Stern eine neue Aufgabe und eilt nach Bethlehem,
 wo er wieder auf die anderen Tiere trifft.
 Und im Angesicht des lächelnden Christuskindes erstrahlt auf einmal der Stall
 und Stern und Blume werden zu Weihnachtsstern und Christrose"

 
 





 
Die kleine Christrose im Winter Garten.  
 Ein klein wenig versteckt sie sich unter ihren Blättern,
aber wenn es eisig kalt ist und der Wind treibt die ersten Schneeflocken
 wie kleine glitzernde Kristalle über das Land,
dann leuchtet sie ganz besonders schön.
 Und sie will damit sagen, mitten in Schnee und Eis und Frost blühe ich
und ich lasse mich nicht von der Kälte, von Hass und Neid besiegen,
und ich werde blühen.
Und der kleine Stern, auch wenn er noch so klein ist, leuchtet er Allen.
Er leuchtet dem Stein, dem Baum, den Tieren und Blumen. Denen die krank, hungrig und gefangen sind,
die unglücklich und traurig sind.
Er leuchtet denen die auf dem kleinen Weg gehen 
 und auch denen die gebeugt vom Schicksal leben.

 Er läßt sein helles Licht leuchten, 
der kleine kleine Stern.








 






 
 
                                     Das Schweigen der Bäume



 
Nicht nur wir haben unsere eigene Geschichte, auch die Bäume haben sie. 
Uns begeistert ihre Erzählweise und auch das Alter mancher Bäume.



 
Manche Bäume  sind schon Jahrhunderte alt, sie haben Kriege und Frieden miterlebt.

 
 
 
 Fröhliche und traurige Menschen durch die Jahrhunderte hindurch gesehen.

 
 

Sie haben mit Tieren erzählt und mit den Pflanzen des Waldes gespielt,

 

 
Auch haben manche Menschen Lieblingsbäume,
in denen sie durch die Kindheit klettern.



 
Manche mögen die Früchte des Baumes

 
                                                                                                                                        PHOTOS JASMIN
 
 
und manche lieben das Licht und Schattenspiel der Blätter.