Ich wollte nie erwachsen sein
N(Nessaja)Songtext


Ich wollte nie erwachsen sein
hab' immer mich zur Wehr gesetzt.
Von außen wurd' ich hart wie Stein
und doch hat man mich oft verletzt.

Irgendwo tief in mir bin ich ein Kind geblieben.
erst dann, wenn ich's nicht mehr spüren kann,
weiß ich, es ist für mich zu spät,
zu spät, zu spät.
Unten auf dem Meeresgrund
wo alles Leben ewig schweigt
kann ich noch meine Träume seh'n
wie Luft, die aus der Tiefe steigt.

Irgendwo tief in mir bin ich ein Kind geblieben.
erst dann, wenn ich's nicht mehr spüren kann,
weiß ich, es ist für mich zu spät,
zu spät, zu spät.

Ich gleite durch die Dunkelheit
und warte auf das Morgenlicht.
Dann spiel' ich mit dem Sonnenstrahl
der silbern sich im Wasser bricht.

Irgendwo tief in mir bin ich ein Kind geblieben.
erst dann, wenn ich's nicht mehr spüren kann,
weiß ich, es ist für mich zu spät,
zu spät, zu spät.






Paradies










Paradies
von Gisela Seidel

An einem fernen Ort am Welten-Ende,
da liegt ein Zauber, groß, wenn wir ihn fänden,
dann würde niemand mehr des Hungers darben,
und alle Menschen, die auf Erden starben,

sie würden aufersteh‘n zu neuem Leben,
es würde niemals wieder Kriege geben,
wir lebten friedlich ohne Hass und Neid,
vergangen wären Schmerz und Einsamkeit.

Durch diesen Zauber würde Böses gut.
Die ganze Menschheit plötzlich Gutes tut.
Krankheit und Tod, die würden nicht mehr sein,
vergessen wären Traurigkeit und Pein.

Die Zeit, sie wäre nicht mehr wichtig
und alle Religionen wären nichtig.

Es gäbe nur noch Jugend - keine Alten;
das Leben nach dem eignen Plan gestalten,
das könnte jeder Mensch nach seinem Willen
und Liebe würde unser Dasein füllen.

Wenn alle Hässlichkeiten schwinden,
würden wir hier nur Schönheit finden.
 So würden schließlich alle Grenzen fallen,
und diese Welt gehörte endlich allen.

Die alte Schwingung würd’ es nicht mehr geben,
nur stetes Glücksgefühl und ew’ges Leben.
Die Dimensionen würden transparent,
wir wären gottesnah und ihm nicht fremd.

Es gäbe keine Reinkarnation,
nur noch das Hier und Jetzt in höchster Lebensform.
 Kein Gestern und kein Morgen würd’ uns quälen;
nur eines müssten wir für alle Zeiten wählen:

Dass wir, um Tod und Teufel abzuschwören,
nie mehr ein Kinderlachen hören!




Dein kleines Leben













Das kleine Leben

Du weißt, dass der Mond am Himmel steht,
die Erde sich um die Sonne dreht,
und allen Sternen wurde ihre Bahn gegeben.
Wer immer sich all das ausgedacht,
er wird es hüten Tag und Nacht
und auch sein größtes Wunderwerk
Dein kleines Leben.

               (Antoine de Saint-Exupéry)




 kleines Leben




Auch wenn der Mond nicht immer scheint,
und der Himmel Tränen weint,
und Sterne ihren Weg nicht finden.
Wenn die Erde brennt, durch Menschenhand,
und Glut die Nacht zum Tage macht.
Und hilflos Das kleine Leben im Sand,
bleibt Hoffnung und Glauben 
an ein Leben lang.

                               Bl. A.





kleines Veilchen













Vom kleinen Veilchen zur Winters - Zeit









Vom Glück

Still für sich,
und doch für mich
blüht das kleine Veilchen.
Bringt mir Freud
im Wintersleid
für ein ganzes Weilchen.

      Rilke, Rainer Maria (1875-1926)