Zwischen Himmel und Erde
 
Für keltische Zauberpriester, die Druiden, waren Mistelzweige heilig,
denn die Pflanze ist etwas Besonderes.


                                                                                                                                          

Ihre Wurzeln wachsen nicht aus der Erde heraus, sie wächst
auf Bäumen, zum Himmel.




 



 




                                                                                                                                                                                         PHOTOS  Jasmin


......die Mistel als Heilung, und über der Haustür soll sie das Eindringen des Bösen verhindern, was ja auch nicht zu verachten ist.

 

 
Eine Legende erzählt, dass die Mistel vor dem Tod Jesu Christi ein Baum gewesen sei und aus dessen Holz man das Kreuz gezimmert habe.
Aus Trauer und Scham habe sich der Baum nach dem Kreuzestod Jesu in ein Gewächs verwandelt, das Gutes bringen sollte, die unter ihm hindurchgehen.

 


So galten Misteln immer als Glücks- und  Friedenssymbol und sie bedeuten es noch heute.
  
Zwischen Himmel und Erde
 




 





 
 
 
 
 

      Schlåf siaß, herzliabes Kind!

 
  
 
 
Es wird scho glei dumpa, es wird scho glei Nåcht, 
Drum kim i zu dir her, mei Heiland auf d'Wacht.
Will singen a Liadl, dem Lieblingl dem kloan,
Du mågst jå net schlåfn, i hör die nur woan.
Hei, hei, hei, hei!
Schlåf siaß, herzliabes Kind!



Vergiss hiaz, o Kinderl, dein Kummerl, dei Load,
dass d'dåda muaßt leidn im Ståll auf da Hoad.



 
Es ziern jå die Engel dei Liegerstatt aus.
Möcht schöna nit sein drin an König sei Haus.
Hei, hei, hei, hei!
Schlåfsiaß, herzliabes Kind!




 

 
 
 
Zünde dir eine Kerze an

Zünd  dir a Kerzl an
(å)  siaß Lied

 
å Kinderl, du bist hålt im Kripperl so schen,
mi ziemt, i kånn nimer då weg von dir gehn.
I wünsch dir von Herzerln die süaßte Ruah,
die Engerl vom Himmel, die deckn di zua.
Hei, hei, hei, hei!
Schlåf siaß, herzliabes Kind!

 

                                                                                                                                               PHOTOS Jasmin

Måch zua deine Äugal in Ruah und in Fried
und gib mir zum bschied dein Segn no gråd mit!
ft werd jå mei Schlaferl a sorgenlos sein,
åft kånn i mi ruahli aufs Niederlegn gfrein.
Hei, hei, hei, hei!
Schlåf siaß, herzliabes Kind!
 
 


 
 


 
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                                       Es war zur lieben Weihnachtszeit                            

                                


 








Weit in der Champagne im Mittsommergrün,
 
Dort wo zwischen Grabkreuzen Mohnblumen blüh'n,
Da flüstern die Gräser und wiegen sich leicht,
Im Wind, der sanft über das Gräberfeld streicht.
Auf Deinem Kreuz finde ich toter Soldat,
Deinen Namen nicht, nur Ziffern und jemand hat
Die Zahl Neunzehnhundert und sechzehn gemalt
Und Du warst nicht einmal neunzehn Jahre alt.
 
 Ja auch Dich haben sie schon genauso belogen
 So wie sie es mit uns heute immer noch tun,
Und Du hast ihnen alles gegeben;
 Dein Kraft, Deine Jugend,
 Dein Leben. 



 
 
 Hast du, toter Soldat, mal ein Mädchen geliebt?
Sicher nicht, denn nur dort, wo es Frieden gibt,
Können Zärtlichkeit und Vertrauen gedeihn,
Warst Soldat, um zu sterben, nicht um jung zu sein.
Vielleicht dachtest du dir, ich falle schon bald,
Nehme mir mein Vergnügen, wie es kommt, mit Gewalt.
Dazu warst du entschlossen, hast dich aber dann
Vor dir selber geschämt und es doch nie getan.
 
 Ja auch Dich haben sie schon genauso belogen
 So wie sie es mit uns heute immer noch tun,
Und Du hast ihnen alles gegeben; 
 Dein Kraft, Deine Jugend,
Dein Leben.
 

 
 
Soldat, gingst du gläubig und gern in den Tod?
Oder hast du verzweifelt, verbittert, verroht,
Deinen wirklichen Feind nicht erkannt bis zum Schluss?
Ich hoffe, es traf dich ein sauberer Schuss.
Oder hat ein Geschoß dir die Glieder zerfetzt,
Hast du nach deiner Mutter geschrien bis zuletzt,
Bist du auf deinen Beinstümpfen weitergerannt,
Und Dein Grab, birgt es mehr als ein Bein, eine Hand.
 
 Ja auch Dich haben sie schon genauso belogen
 So wie sie es mit uns heute immer noch tun,
Und Du hast ihnen alles gegeben;
 Dein Kraft, Deine Jugend, 
Dein Leben.
 


 
Es blieb nur das Kreuz als die einzige Spur
Von deinem Leben, doch hör meinen Schwur,
Für den Frieden zu kämpfen und wachsam zu sein:
Fällt die Menschheit noch einmal auf Lügen herein,
Dann kann es geschehen, dass bald niemand mehr lebt,
Niemand, der die Milliarden von Toten begräbt.
Doch längst finden sich mehr und mehr Menschen bereit,
Diesen Krieg zu verhindern, es ist an der Zeit.
 
 Ja auch Dich haben sie schon genauso belogen
 So wie sie es mit uns heute immer noch tun,
Und Du hast ihnen alles gegeben;
 Dein Kraft, Deine Jugend,

 Dein Leben.
 






 








Zogen einst fünf wilde Schwäne

 
                                                                                                                                                                                                                            PHOTOS JASMIN
 
 (Link)
https://www.youtube.com/watch?v=GqF7iex4sss
 Zogen einst fünf wilde Schwäne ist ein Volks- und Antikriegslied aus Westpreußen, Ostpreußen und dem Memelland.
 
 
Zogen einst fünf wilde Schwäne,
Schwäne leuchtend weiß und schön.
Zogen einst fünf wilde Schwäne,
Schwäne leuchtend weiß und schön.
„Sing, sing, was geschah?“
Keiner ward mehr gesehn, ja.
„Sing, sing, was geschah?“
Keiner ward mehr gesehn.

 
 
Wuchsen einst fünf junge Birken
grün und frisch an Bachesrand
Wuchsen einst fünf junge Birken
grün und frisch an Bachesrand
„Sing, sing, was geschah!“
Keine in Blüten stand, ja.
„Sing, sing, was geschah!“
Keine in Blüten stand.

 
Zogen einst fünf junge Burschen
stolz und kühn zum Kampf hinaus.
Zogen einst fünf junge Burschen
stolz und kühn zum Kampf hinaus.
„Sing, sing, was geschah?“
Keiner kehrt mehr nach Hause, ja.
„Sing, sing, was geschah?“
Keiner kehrt mehr nach Haus.


 

Wuchsen einst fünf junge Mädchen
schlank und schön am Memelstrand.
Wuchsen einst fünf junge Mädchen
schlank und schön am Memelstrand.
„Sing, sing, was geschah?“
Keine den Brautkranz wand, ja.
„Sing, sing, was geschah?“
Keine den Brautkranz wand.

 




otensonntag
Gedenktag
Tag
 der
 Stille

 
 
 


 




 
Ein Mädchen lief mit ihrer Großmutter durch das offene Land. Großmutter erzählte ihr oft Kurzgeschichten über die Wunder der Natur. Zusammen schauten sie sich eine Birke an. Erstaunt fragte das Mädchen: Warum hat der Baum so eine schöne weiße Rinde und warum hat er solche kleine Blättchen?
 Und Großmutter antwortete: Liebes Kind, daß sind sogar zwei Geschichten, hör mir zu.
 Und das Kind war ganz Ohr.
 
 
                                                                                                                                                                                            PHOTOS Jasmin

Pflanzen und Tiere können nicht reden. Wir glauben
  daß sie immer mit alles einverstanden sind und immer glücklich sind. Aber dies ist nicht der Fall. Längst nicht alle Pflanzen und Tiere sind zufrieden über ihr Aussehen. Die Birke murrte mal über ihre kleine Blättchen. Lieber hätte sie solche große Blätter wie die Rosskastanie oder der Ahorn. Eine Fee die dieses Gemurr hörte, setzte sich auf einen der Äste und fragte was los war. Ich habe solche kleine gelbe Blättchen. Ich möchte gern große, goldene Blätter die glänzen in der Sonne, Blätter wo jeder voller Bewunderung hinschaut.
Gut sagte die Fee, wenn du daß möchtest, dann bekommst du sie Die Birke mit den goldenen Blättern war sehr glücklich. Ein paar Monate später flog die Fee an einer kahlen Birke entlang. Was ist los, wo sind deine goldene Blätter? fragte sie.
Die Menschen waren so begeistert von meinen goldenen Blättern, daß sie mich kahl gepflückt haben, schmollte die Birke.
Daß ist schlimm sagte die Fee, was möchtest du jetzt?
Und der Baum antwortete: Ich möchte gern große, gläserne Blätter die klingeln im Wind und funkeln im Sonnenlicht.
Gut, sagte die Fee, wenn du daß möchtest, dann bekommst du sie.
Die Birke mit den gläsernen Blättern war sehr glücklich. Ein paar Monate später flog die Fee an einer kahlen Birke entlang. Was ist los, wo sind deine gläserne Blätter? fragte sie. Während einer Hagelschauer sind all meine gläserne Blätter zerschmettert schmollte die Birke. Das ist traurig, sagte die Fee, was möchtest du jetzt? Und der Baum antwortete: Ich möchte gern meine Blättchen zurück. Keiner stiehlt sie, einen Hagelschauer und einen Sturm widerstehen sie.
Ja, darf ich meine eigene Blättchen zurück?
Gut, sagte die Fee, wenn du daß möchtest, bekommst du sie.
Und der Baum war sehr glücklich. Stolz auf ihre kleine Blättchen die im Wind lispelten.
 Stolz darauf daß das Sonnenlicht so schön spielte mit den
 zarten grünen Blättchen im Frühjahr und 
den sanften goldgelben Blättchen im Herbst.

 


“Aber Großmutter, warum hat die Birke so einen schönen, weißen Stamm?”
“Ja, Kind, daß ist eine andere Geschichte, hör mir zu,” und Großmutter erzählte:
Vor langer Zeit, als die Birke ihre kleine Blättchen wieder zurück bekommen hatte, stand sie im Garten von Job. Job war nicht nur ein reicher Mann, sondern auch ein ehrlicher Mensch. Er lebte völlig nach den Gesetzen seines jüdischen Glaubens. Gott war deshalb sehr stolz auf ihn. Eines Tages sagte der Teufel zu Gott “Ach, es ist für Job nicht leicht um gerecht und ehrlich zu sein. Er hat alles, was das Herz begehrt.
Warte nur, wenn er arm und häßlich ist, dann ist er bestimmt kein gerechter und ehrlicher Mensch mehr.”
Gott gab dem Teufel die Erlaubnis um Job zu erproben. Er wollte mal sehen ob er bei Krankheit und Armut auch aufrecht sein würde.
Der Teufel bewirkte daß er seinen Reichtum verlor. Pusteln und Geschwüren sorgten dafür daß er immer Schmerzen hatte und abscheulich ausschaute.
Lang war er arm, einsam und krank, aber stets blieb er ein ehrlicher und guter Mensch. Eines Tages sagte Gott zu Job daß es reichte und daß er wieder normal leben könnte. Job war so froh daß er zu seiner Frau rannte um ihr die gute Nachricht zu erzählen. Gerade in diesem Moment kam sie mit einer Kanne gekochter Milch nach draußen und sie prallten aufeinander. Die Kanne flog aus ihren Händen und klirrte gegen die Birke auf dem Innenhof.  Und weil die Milch gerade gekocht war,
kann man sehen daß der Baum sich noch immer schält.
Von diesem Tag an

hat die Birke eine milchweiße Rinde.